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Intermission

Obwohl dieser Blog-Eintrag aus Gründen der chronologischen Überschaubarkeit auf den 02. Juli datiert ist, wird er erst zu einem viel späteren Zeitpunkt geschrieben und noch um einiges später hochgeladen worden sein (werden?). In diesem Moment stehen wir auf einem Parkplatz am Hafen von Nanaimo, Vancouver Island. Es ist der 14. Juli, 23:00 Ortszeit, brüllen heiß, und Jo versucht Baby ToJo in der Trage draußen zum Schlafen zu bringen.

Eigentlich wäre …

 

Mittlerweile ist es 11:00 am nächsten Tag, dem 15. Juli. Das Baby konnte gestern an der frischen Luft keinen Schlaf finden, weil auf dem Parkplatz ein ständiges Kommen und Gehen war. Deshalb habe ich das Schreiben unterbrochen, um den beiden drinnen im Auto (übrigens mit einer Ausgabe vom Missy Magazine, was für die Geschichte wirklich überhaupt keine Bedeutung hat) kontinuierlich Luft zu zu fächern. Als das Baby endlich sowas ähnliches wie eingeschlafen ist, war ich dann auch zu kaputt um mich noch mal an den Rechner zu setzen.

 

Jetzt hält sie gerade ihr erstes Nickerchen und Jo arbeitet in einem Café – dafür ist mein Akku bald leer und weil Jo den Adapter braucht und ich auf dem Parkplatz ohnehin keinen Strom zur Verfügung habe (unser Spannungswechsler für die 12 V im Auto funktioniert nur, wenn der Motor läuft), wird es wohl gerade mal für diese kurze Intermission reichen. Später irgendwo Wifi zu finden und bei gleichzeitiger Baby-Bespaßung alles hochzuladen wird dann wieder eine neue Challenge.

 

Das alles illustriert recht anschaulich, warum wir mit den Blog-Einträgen ca. 2 Wochen hinterher hängen. Während des Road-Trips nach Vancouver haben wir meistens bei der Fahrt bzw. den Schlafphasen des Babys bis zu 2 Stunden am Stück in Ruhe schreiben können. Je kürzer nun die Strecken und je lohnenswerter die Umgebung – desto weniger Zeit und Lust bleibt für den Computer. Zumal sich auch einigermaßen zuverlässiges Internet außerhalb größerer Ortschaften oder gar in Parks recht rar macht. Und sobald die Tochter wach ist, genießt natürlich sie unsere volle Aufmerksamkeit.

 

Das alles ist absolut richtig und so wie’s sein soll, denn es geht uns ja hauptgänglich ums Reisen und Sehen und Unternehmen und Erleben und das Blog ist nur die Sättigungsbeilage. Gerade deshalb wollen wir uns auch auf keinen Fall davon in Stress bringen lassen. Erschwerend kommt übrigens hinzu, dass meinem Macbook das kanadische Klima nicht zu bekommen scheint und die „R“-Taste mit einem kruden Schluckauf kämpft, so dass manchmal übehaupt ga kein  escheint, wenn ich die Taste dücke, oderr gleich mehrrerre RRs auf einmal.

 

Wir haben also beschlossen, ab jetzt bis auf Weiteres die schriftlichen Tages-Berichte eher sein zu lassen und stattdessen vermehrt Formen wie beispielsweise „Unser Wochenende in Bildern“ zu etablieren. Das spart uns enorm Zeit und Hirnschmalz und die Betrachtenden können sich die Geschichten zu den Fotos selbst zusammenreimen oder uns bei unserer Rückkehr mit Fragen löchern: „Was war das bloß da mit den Ziegen auf dem Dach?!“ So schaffen wir es vielleicht auch, unser Delay von 14 auf vielleicht 3 Tage abzuschmelzen. Eventuell wird das ausgedehnte Texte-Schreiben dann wieder aufgenommen, wenn es an den Fahrten-intensiven Rückweg Richtung Halifax geht.

 

Und jetzt, da dieser Eintrag endlich hochgeladen wird, ist es Dienstag, der 17. Juli, 00:15 Ortszeit in einem leicht schäbigen Motel in Nanaimo. Warum? Überraschung! Vielen Dank für’s Lesen bis hierher und weiterhin viel Spaß beim Betrachten!

 

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Kommentare: 1
  • #1

    TT (Donnerstag, 19 Juli 2018 19:09)

    Ihr Lieben,
    es war schön wieder einmal etwas von Euch zu lesen. Um die unglaublich vielen Eindrücke und Erlebnisse beneide ich Euch schon. Nur zu gut kann ich auch verstehen, dass ihr weniger schreiben werdet. Ganz bestimmt werden die "Diavorträge" im Herbst dann alle ausgebucht sein. Eure Familienbilder sind very sweet, you all look great, and you have a nice colour too...
    Big hug!